FUSS e.V. Stuttgart – Termine Treffen 2018

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Auch 2018 werden wir uns wieder regelmäßig treffen, um an einer FußgängerInnen-freundlichen Stadt weiter zu arbeiten – hier die Termine des ersten Halbjahrs:

  • Mittwoch, 24.01.2018, 19.30 Uhr
  • Mittwoch, 21.03.2017, 19.30 Uhr
  • Mittwoch, 23.05.2018, 19.30 Uhr
  • Mittwoch, 18.07.2018, 19.30 Uhr

Wo: im Gemeindehaus der Ev. Friedensgemeinde, Schubartstraße 14, 70190 Stuttgart

Der Weg dahin

Wir freuen uns über alle, die etwas zur Verbesserung der Situation für FußgängerInnen beitragen oder die einfach mal vorbeischauen wollen.

Kontakt zur Gruppe: stuttgart(at)fuss-ev.de

Verpackte Falschparker und Tüte Gemischtes

Da gehts wohl noch mehr Leuten in der Stadt wie mir :-). Eine besonders schöne Aktion in der Nacht vom 18. auf den 19.12.2017 im Stuttgarter Süden, begleitet von einer herausragenden Pressearbeit – Glückwunsch, liebe KollegInnen!

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Anwohner verpackten aus Protest falsch parkende Autos in Stuttgart – mit einer eindeutigen Botschaft.

Die Botschaften richten sich mit dem Text: „Kannste so parken, ist dann halt Scheiße“ an FalschparkerInnen, die zu Fuß Gehenden und Rad Fahrenden in rücksichtsloser Weise das Leben schwer machen. Wie immer trifft ein solches Verhalten immer die gleichen besonders hart: Kinder, Bewegungs- und Seheingeschränkte, Leute mit Rollis, Koffern etc..

Die Meldung ging geradezu um die Welt. Für mich ein Zeichen, dass sich die Probleme ähneln in den Städten, und das die Zeit reif ist für eine Neuverteilung des öffentlichen Raums. Vor dem Hintergrund von Luftverschmutzung und Dauerstau in Städten schon lange überfällig.

Eine bisherige Reaktion der Stadt Stuttgart durch ihren Sprecher auf Twitter:

„Der Kessel bietet wenig Platz für Autos….“

Was bitte schön, hat die Kessellage mit der Tatsache der zu vielen Autos zu tun? Läge Stuttgart nicht im Kessel würde wie durch ein Wunder der Parkraum ausreichen?

Weiter:

„…..Daher hat die Stadt das Parkraummanagement eingeführt. Die Abschaffung des kostenlosen Parkens hat die Situation in der Innenstadt gerade tagsüber erheblich entspannt“

Ach ja?

Nun. Ich bin hauptsächlich tagsüber in der Stadt unterwegs. Alltag sind die folgenden Situationen. Anmerkung vorweg: ich lichte nicht alles  ab, was mir begegnet – täte ich es, käme ich nie pünktlich dahin, wohin ich unterwegs bin.

Noch eine Bemerkung zu Herrn Matis‘ Statement:

Wenn die KollegInnen, die in der Stadt Strafzettel verteilen, ausreichen würden, dürfte es Bilder wie die folgenden nicht geben. Die noch einzustellenden KollegInnen, die auch abschleppen lassen können, werden übrigens nicht von alleine tätig werden. Sie müssen – von wem? – gerufen werden. Tja.

Aber nun, lass Bilder sprechen. Meine Bilder entstehen übrigens überwiegend in Stuttgart Mitte und Ost. Da kann man StrafzettelelschreiberInnen mit der Lupe suchen:

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Besondere Highlights sind für mich, wenn Stadt und Land zeigen, wie wurscht ihr die Zu Fuß Gehenden sind:

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Hinter dem Wagen versteckt sich der Gehweg: auch so schon blöd genug

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Mein absoluter Liebling, in immer wieder neuen Variationen:

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Justizfahrzeuge vor dem Gericht in der Olgastraße – auch der Behindertenparkplatz wird hemmungslos integriert

 

Und der war einfach nur lustig – wenn auch im Weg:

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Stuttgart Laufd Nai – Die Story ….

…aus der Perspektive von Bündnispartner FUSS e.V. Stuttgart:

Eine Bündnis für eine Entwicklung hin zu einer „Lebenswerten Stadt für alle“

Stuttgart, wie wir es kennen
Wer „Stuttgart“ hört, denk sofort an Daimler, Porsche und Bosch und damit an eines – das Auto und die autogerechte Stadt. Sprich: an die Ausrichtung der Stadt- und Verkehrsplanung am Motorisierten Individualverkehr (MIV) bei gleichzeitiger Unterordnung nichtmotorisierter Fortbewegungsarten, also Fußgängern und auch Radfahrern.

Die Schillerstraße vor dem Bahnhof heute
Die Schillerstraße vor dem Bahnhof heute

Gleichzeitig ist Stuttgart bundes- und europaweit bekannt als Stau – und Feinstaub- bzw. Abgashauptstadt. Die Zeit, die AutofahrerInnen in Staus verbringen, nimmt konstant zu. Der sogenannte „Parkdruck“ steigt. Um jeden Parkplatz in den Innenstadtbezirken wird verbissen gekämpft. Soll ein Parkplatz zugunsten eines Baumes weichen, ist der Aufschrei unter den AutofahrerInnen garantiert.

Dennoch ist auch in Stuttgart, in Teilen seines Gemeinderats und in der Verwaltung das Bewusstsein dafür gewachsen, dass das Auto nicht länger die Fortbewegungsart der ersten Wahl sein kann, gerade in Städten und bei Wegen von unter 5 km. Umfragen unter den StadtbewohnerInnen ergeben, dass sie sich weniger motorisierten Individualverkehr (MIV),eine bessere Luft, eine grünere Stadt wünschen. Für Jüngere ist der PKW längst kein automatisches Muss bei Erreichen der Volljährigkeit mehr, ein hippes Fahrrad hat ihm schon längst den Rang als Statussymbol abgelaufen:

„Junge Menschen in Stuttgart fahren kaum noch mit dem Auto zur Arbeit oder
zur Ausbildung – diese Erkenntnis zeigt die aktuelle Bürgerumfrage. Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) wird bei jungen Stuttgarter_innen immer beliebter: Waren es im Jahr 2005 noch 59 Prozent, die den Weg zu Arbeit oder Ausbildung mit dem ÖPNV zurücklegten, sind es zehn Jahre später schon satte 78 Prozent. Beim Auto sind die Zahlen für den gleichen Zeitraum deutlich rückläufig: Von 34 Prozent sinkt die Nutzung auf magere 14 Prozent. Auch die Zahl der zugelassenen Autos in der Altersgruppe 18 bis 25 ist seit dem Jahr 2000 um 76 Prozent zurückgegangen – im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der jüngeren Einwohner_innen um 13 Prozent, was verdeutlicht, welch enormen Bedeutungsverlust das Auto für die jüngeren Stuttgarter_innen hat. Betrachtet man den Zeitraum zwischen 2005 und 2015, so zeigt sich, dass alle Stuttgarter_innen deutlich häufiger die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Die mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege nehmen zu. Selbiges gilt auch für die der Fußgänger. Eine deutliche Abnahme verzeichnet hingegen die Nutzung des Autos als Verkehrsmittel. Die genannten Fakten zum Bedeutungszuwachs des Umweltverbunds verlangen nach einer städtebaulichen Sichtbarmachung.
Das Umweltbundesamt hat in der Studie ‚Umweltbewusstsein und Umweltverhalten junger Menschen‘ vom Januar 2016 folgendes ermittelt: ‚Der Vorschlag,
Städte und Gemeinden gezielt so umzugestalten, dass einzelne Personen kaum noch auf ein Auto angewiesen sind, sondern ihre Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen können, findet bei jungen Leuten große Zustimmung, und zwar mit 84 Prozent noch etwas mehr als in der Gesamtstichprobe (82 Prozent).‘ “
Aus dem Wegweiser der Kampagne Stuttgart Laufd Nai – (nachzulesen unter Stuttgart Laufd Nai)

Die Schillerstraße wie wir sie uns wünschen
Die Schillerstraße wie wir sie uns wünschen

Anspruch und Wirklichkeit
Zwischen Bewusstwerdung und Taten der Stadt Stuttgart klafft aber nach wie vor eine große Lücke: Radwege werden nur dann – stückweise und scheinbar völlig planlos – gebaut, wenn sie dem MIV nichts wegnehmen, also entsprechend schleppend.

Der Fußverkehr wird besonders stiefmütterlich behandelt. Gehwege werden in Stuttgart bedenkenlos dem hier schon erwähnten Parkdruck geopfert: Querparken, hinkendes Parken sind Alltag. Autofahrerinnen, die auf Gewehgen parken, wird von Seiten der Ordnungsbehörden viel zu viel Verständnis entgegengebracht – die Straßenverkehrsordnung wird in Stuttgart mit einem großen „Ermessensspielraum“ ausgelegt und kaum umgesetzt. So parken in Stuttgart alle unbeanstandet um Kurven herum, die 5-Meter-Regelung existiert hier de facto nicht. Sämtliche Infrastruktur für den Motorisierten Individualverkehr – Parkscheinautomaten, E-Ladesäulen – wird auf den Gehwegen platziert. Illegales Gewehgparken ist selbstverständlicher Alltag. Dank fehlender Sanktionierung dieses Verhaltens schwindet bei immer mehr PKW-FahrerInnen zunehmend jegliches Unrechtsbewusstsein. Wie mach eine/r jemals seine Führerscheinprüfung bestehen konnte, fragt man sich oft.

Obwohl die Stadt Stuttgart schon vor Jahren sich mit einem Verkehrsentwicklungskonzept (VEK 2030) eine Selbstverpflichtung hin zu einer anderen, nachhaltigen Mobilität gegeben hat, das inzwischen durch einen Aktionsplan „Nachhaltig mobil in Stuttgart“ ergänzt wird, ändert sich in der Realität wenig. Die Autofahrerlobby sitzt immer noch fest im Stuttgarter Gemeinderat und verhindert nach wie vor wichtige Weichenstellungen in die richtige Richtung.

FUSS e.V. Stuttgart gründet sich
In dieser Situation und mit der Erkenntnis, dass Zu-Fuß-Gehende dringend eine Lobby brauchen, hat sich im Oktober 2016 die Gruppe FUSS e.V. Stuttgart gegründet und ihre Arbeit aufgenommen. Mit der Überzeugung, dass nachhaltige Mobilität nie isoliert nach einzelnen Fortbewegungsarten – hier besonders Fuß- und Radverkehr – betrachtet und gefördert werden kann, waren und sind bei den Akiven-Treffen der Gruppe immer auch Vertreter der Radfahrenden dabei. Das in Stuttgart übliche gegeneinander Ausspielen der beiden Fortbewegungsarten – besonders beliebt sind hier die Schilder „Fußgängerweg mit Fahrrad frei“ noch schlimmer „Fußgängerzone mit Fahrrad frei“ soll ein Ende haben. Fuß- und Radverkehr soll immer zusammen gedacht werden.

„Stuttgart laufd Nai“* wird geboren
Und wie so oft, wenn die Zeit für eine Idee reif ist, haben nahezu zeitgleich zur Gründung von FUSS e.V. Stuttgart zwei junge Stadträte im Stuttgarter Gemeinderat (Christoph Osazek, Die LINKE und Luigi Pantisano, das Bürgerbündnis „Stuttgart Ökologisch Sozial“, SÖS) beschlossen, mit Hilfe von Stuttgarter BürgerInnen und Verbänden, endlich das in Gang zu bringen, was schon lange auf dem Papier steht, aber an den Autofahrerparteien im Rat bislang scheiterte: Eine Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Mobilität und damit zu einer lebenswerteren Stadt. Als erstes Projekt planten sie die deutliche Ausweitung der Fußgängerzone in der Stuttgarter Innenstadt mit dem ersten Arbeitstitel „Stuttgart läuft“. Ziel: „Ein Paradies für Zu-Fuß-Gehende und Rad-Fahrende mit optimaler Anbindung an den ÖPNV im Herzen der Stadt“.

 

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Der zukünftige Rad- und Fußverkehrsbereich innerhalb des neuen Cityrings

Zusammen mit einem noch zu schmiedenden Bündnis aus Stuttgarter Verbänden und Vereinen sollte ein Bürgerbegehren angestoßen werden, das in einen Bürgerentscheid münden und damit Gemeinderat und Verwaltung endlich zu konkreten Taten zwingen sollte. Sie erarbeiteten ein wohl durchdachtes Konzept (zu finden unter Stuttgart Laufd Nai), mit dem sie als erstes an die noch recht frische FUSS e.V.-Gruppe Stuttgart herantraten. Nach anfänglicher Diskussion innerhalb der Gruppe, welche Auswirkungen so eine Fußgängerzone auf die umliegenden Bezirke haben könnte (Stichwort: verstärkter Parksuchverkehr), war FUSS e.V. Stuttgart bereit, zusammen mit den beiden Stadträten, die auch nach und nach ihre jeweilige Gemeinderatsfraktion von der Idee überzeugen konnten, „Stuttgart Läuft“ auf den Weg zu bringen und weitere Verbündete ins Boot zu holen. Schnell kamen dazu: der BUND, der Nabu, der ADFC, die Radgruppe der Naturfreunde Stuttgart, ProBahn, die Anstifter …. um nur einige zu nennen – inzwischen unterstützen 22 Gruppen die Idee einer autofreien Innenstadt, die inzwischen recht schwäbisch mit „Stuttgart Laufd Nai“ (also „Stuttgart läuft“) daherkommt.

Auszüge aus dem „Wegweiser“ der Kampagne zeigen
wo’s hin“laufen“ soll:
„Innerhalb des Stuttgarter Cityrings soll das gesamte Straßennetz in eine
Fußgängerzone umgewidmet werden. Dabei wird es folgende Sonderregelungen geben:

1. Die bisherigen Zu- und Durchfahrten für SSB-Busse (Rotebühlstraße, Schlossplatz, Schillerstraße) sind essentiell wichtig und bleiben erhalten. Somit ändert sich für den ÖPNV an den wichtigen Knotenpunkten nichts. Auch für Taxen wird es künftig Haltepunkte geben. Die City bleibt nach wie vor hervorragend an den Umweltverbund angebunden, Konflikte mit dem Kfz-Verkehr reduzieren sich, der Zugang zum Hauptbahnhof für Radler und Fußgänger wird deutlich attraktiver gestaltet.

2. Mit dem Radverkehrskonzept City wird es Bereiche geben, in denen die Rad-Fahrenden unter sich sind, die Zu-Fuß-Gehenden unter sich sind, und welche, in denen gegenseitig Rücksicht genommen wird. Das Konzept gewährleistet, dass Radfahrende schnell und sicher durch das Stadtzentrum gelangen. Dies nicht nur auf den bereits freigegebenen Wegen, sondern in deutlich erweitertem Maß. Die vorhandenen wie geplanten Hauptradrouten werden einbezogen. Bestehende Parkdecks dienen als Parkmöglichkeiten für Fahrräder. Für das schnelle Abstellen gibt es an vielen Orten Abstellbügel unter freiem Himmel.

3. Der Lieferverkehr für den innerstädtischen Handel wird auch weiterhin ge-
währleistet. Jedoch werden die bestehenden Lieferzeiten künftig konsequent kontrolliert. Zudem streben wir die schrittweise Umsetzung eines
Lieferverkehrskonzeptes City an, um mittels Mikrodepots und elektrifizierter Lastenräder den verbrennungsmotorbasierten und schweren Lieferverkehr deutlich zu reduzieren.

4. Alle oberirdischen Parkplätze für PKW und LKW werden im Zuge der Umwid
mung zur Fußgängerzone umgewandelt. Breitere Gehwege, erweiterte Grün
flächen, neue Stadtbäume, Stadtoasen, Kinderspielplätze, Urban Gardening,
Straßencafés, Orte des freien kulturellen Austauschs – die Bürger_innen sollen
entscheiden, was mit den freiwerdenden Flächen passiert. Neben einer
Bürgerbeteiligung wollen wir eine Jugend- und Kinderbeteiligung, um sicher zu stellen, dass möglichst viele unsere Stadt nach menschlichem Maß nach ihren Bedürfnissen mitgestalten und die Identifikation mit dem neuen „Wohnzimmer“ der Stadtgesellschaft hoch ist.

5. Das Parkhauskonzept City sieht eine Umnutzung und städtebauliche Neu-
ordnung der frei werdenden Stellplatz-Flächen vor. Teile der Flächen sollen als
Fahrradparkhäuser genutzt werden, andere Teile als Lagerflächen für den Warenaustausch der Innenstadthändler. An oberirdischen Parkdecks sollen gemischte Wohn- und Gewerbequartiere neu entstehen. Die Parkhäuser, die direkt über den Cityring erreichbar sind, bleiben erhalten.“

Das Bündnis nahm im Frühjahr diesen Jahres (2017) seine Arbeit auf. Die Presse berichtete wohlwollend, der Oberbürgermeister entdeckte die „Vision der autofreien Innenstadt“ für sich und verkündete seine Sympathie dafür wiederholt. Noch bevor das Bündnis mit dem Sammeln der nötigen 20.000 Unterschriften, die für das Bürgerbegehren nötig sind – und die nach unserer Überzeugung schnell zusammengekommen wären – beginnen konnte, entdecken zwei weitere Parteien (Grüne und SPD) im Stuttgarter Gemeinderat das Thema für sich und gossen es – stark abgeschwächt – in einen Antrag zu den anstehenden Haushaltsberatungen 2018/2019 in Stuttgart.

Torstraße
Die Torstraße in Zukunft

Die Fraktion der beiden Initiatoren der Idee für „Stuttgart laufd Nai“ (SÖSLinkePlus) wurden vom Bündnis damit beauftragt, einen neuen Antrag zu formulieren, der die Ziele von „Stuttgart Laufd Nai“ beinhaltet. Damit gingen sie in harte Verhandlungen mit den Grünen und der SPD – und erfolgreich daraus hervor! – In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause wurde der nun gemeinsame Antrag von SÖSLinkePlus, den Stadtisten – die Stuttgart Laufd Nai auch unterstützen -,Grüne und SPD zu Stuttgart Laufd Nai vom Stuttgarter Gemeinderat angenommen!

Pressemitteilung zum Gemeinderatsentscheid

Schneller als ursprünglich gedacht – und schneller als über den Weg eines Bürgerentscheids –  ist nun der Weg frei für die Umsetzung unserer Vision von einer lebenswerten Innenstadt für alle .

Das Bündnis bleibt bestehen und wird den Prozess begleiten, denn: Sollte die Umsetzung des Projekts „Stuttgart laufd Nai“ ins Stocken geraten, bleibt uns immer noch: der Bürgerentscheid!

* Erklärung für die, die des Schwäbischen nicht mächtig sind:
Der Schwabe „laufd“ (läuft), wenn er zu Fuß geht. Wenn er schnell „laufd“ dann „saut“ er 🙂
Und: Deutungsmöglichkeiten, für „des laufd nai“: find ich super, gefällt mir. Weiter bedeutet es: „Kommt mir grade recht“, also zum richtigen Zeitpunkt. Zu guter Letzt kann es auch noch ganz wörtlich im Sinne von „rein (also in die Stadt) laufen“ verstanden werden.

Mehr Infos:
http://www.stuttgart-laufd-nai.de/
http://www.facebook.com/stuttgartlaufdnai/
Twitter: @Slaufdnai

 

 

FUSS e.V. Stuttgart laufd nai – am Mittwoch, den 26.07.2017, 19.30 Uhr

Letztes Treffen vor der Sommerpause

Und weil es das ist, wird dieses Treffen ein bisschen anders als die anderen:

Wir treffen uns wie gehabt um 19.30 Uhr hier:

Wo: im Gemeindehaus der Ev. Friedensgemeinde, Schubartstraße 14, 70190 Stuttgart

Der Weg dahin

Wenn alle da sind – wir warten maximal 10 Minuten – werden wir uns zu Fuß über die Kreuzung Gebhard-Müller-„Platz“  „durchschlagen“ mit Zielrichtung Palast der Republik.

 

Gebhard-Müller-"Platz"

Wir werden die Gelegenheit  zur ausführlichen Dokumentation der dortigen Querungsmöglichkeiten – oder eben der nicht vorhandenen Querungsmöglichkeiten – für Zu-Fuß-Gehende aller Art nutzen.

Am Palast der Republik angekommen werden wir das Treffen ausklingen lassen.

Wir freuen uns über alle, die uns begleiten wollen!

Kontakt zur Gruppe: stuttgart(at)fuss-ev.de

Hier gehts zu FUSS e.V. Deutschland

Vom Eugensplatz über den Schlossplatz zum Lindenmuseum

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Der Eugensplatz mit verstecktem Galateabrunnen

Eugensplatz – Lindenmuseum: 2,14 km in 25 Minuten

Zwischenetappe Schlossplatz:  1,1 km in 9 Minuten

Ich glaube vielen Nicht-Zu-Fuß-Gehenden ist überhaupt nicht bewusst, dass die Wege in Stuttgart oftmals nicht so weit sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Gerade die Stäffele tragen da einen großen Teil dazu bei. Leider fehlt an den meisten eine Beschilderung zu den unterschiedlichsten Zielen mit Entfernungsangaben.

Ich will heute vom Eugensplatz, da Galateabrunnen zum Lindenmuseum, zu Fuß natürlich, und hab mal auf die Zeit und die genaue Entfernung geachtet. Los gehts:

 

 

 

 

Rechts und links des Galateabrunnens führen Wege zur Eugensstaffel unterhalb des Brunnens:

 

 

 

 

Die Eugensstaffel von oben
Die Eugensstaffel

Blick zurück zum Brunnen hoch:

Blick zurück auf den Galateabrunnen hoch

Unten angekommen kreuze ich die Werastraße und gehe die Treppen, die zur Moserstraße führen:

 

 

 

 

 

 

 

Am roten Auto links vorbei gehts weiter zu den nächsten Treppen, die zur Urbanstraße runterführen:

Treppen zur Urbanstraße runter

Über die Urbanstraße rüber – dieses mal ohne Zebrastreifen – weiter geradeaus Richtung Oper:

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Leider ist hier die B 14 im Weg. Zu-Fuß-Gehende müssen in den Untergrund, um auf die andere Seite zu gelangen. Schön ist anders – ein oberirdischer Übergang wäre an dieser Stelle eine wirkliche Bereicherung!

 

 

 

Wieder im Tageslicht angekommen, zwischen Landtag und Oper, vor mir der Eckensee:

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Jetzt nach links halten, der Schlossplatz ist gleich erreicht:

 

 

 

Links neben dem Württembergischen Kunstverein, Blick Richtung Bolzstraße:

Blick Richtung Bolzstraße

Blick auf Uhr und Schrittzähler: 1,1 Kilometer in 9 Minuten inklusive Photos machen, klar ging alles abwärts, der Weg zurück dauert immer einen Tick länger :-).

So, ich will ja aber weiter, zum Lindenmuseum, daher weiter in der Bolzstraße Richtung Haltestelle Börsenplatz:

 

 

 

 

Oben-Bleiber gehen aber lieber am Palast der Republik über die B 27:

 

 

 

Vor dem Palast der Republik aber noch schnell: ein Blick nach rechts in die Lautenschlagerstraße zeigt, das die recht gelungen ist – keine bzw. kaum Parkplätze – ein bisschen viel Poller, aber das geht wohl nicht anders, sonst parken da ruckzuck welche:

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So, ich bin jetzt über die B 27 drüber und quere den Börsenplatz Richtung Uni und Stadtgarten:

 

 

 

Hier gehts durch:

Durchgang Börsenplatz zur Schellingstraße

und da kommt man raus:

Vorm Stadtgarten / Uni Stuttgart

Über die Schellingstraße rüber und rein in den Stadtgarten, dabei schräg links halten:

 

 

 

Auf Höhe des Taubenhauses links halten:

 

 

 

Hier gehts zum Lindenmuseum:

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Rechts um die Ecke:

Kreuzung vorm Lindenmuseum

„Nur“ noch über die Kreuzung, ich bin da:

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Auf der ganzen Strecke – nicht mal auf den letzten Metern wenigstens im Stadtgarten: kein einziger Wegweiser zum Lindenmuseum. Oder zu sonst irgendeiner Sehenswürdigkeit.

Einzig ein Schild zum Katharinenhospital nebenan war im Stadtgarten zu sehen. Immerhin. Na ja.

Blick auf die Uhr und den Schrittzähler: 2,14 Kilometer in 25 Minuten.

Mit dem Bus – Linie 42 – hätte ich 24 Minuten gebraucht, der fährt allerdings auch mit der Kirche ums Dorf.

Mit Bahn und Umsteigen in den Bus über Hauptbahnhof hätte ich 13 Minuten gebraucht, wenn kein Stau unterwegs. Und je nachdem, wie die Anschlüsse sind, auch ein bisschen länger – eine verpasste Bahn verlängert das Ganze gleich um 10 Minuten.

Mit dem Auto laut Routenplaner 11 Minuten, da ist dann aber die Parkplatzsuche nicht mit drin und Staus gibt es beim Routenplaner nicht.

Per Rad? Das müsste ich noch ausprobieren.

Fazit: Man braucht zu Fuß nur unwesentlich länger als mit anderen Verkehrsmitteln, wenn überhaupt. Dafür ist der Weg meist wirklich sehr schön. Man sieht eine Menge von Stuttgart, ist viel im Grünen unterwegs und kann hier und da verweilen, wenn man will.

 

Motorräder, die StVO und das Parken auf Gehwegen

Motorräder, Mofas, Roller etc. sind Fahrzeuge im Sinne der Straßenverkehrsordnung danach besteht zum Schutz der Gehwegbenutzer ein Verbot des Gehwegparkens. 

Die Straßenverkehrordnung enthält mystischerweise zwar keinen expliziten Paragraphen à la „Das Parken auf Gehwegen ist verboten“, aber indirekt ist es da, das Verbot:

§ 12 (4) StVO : „Zum Parken ist der rechte Seitenstreifen, dazu gehören auch entlang der Fahrbahn angelegte Parkstreifen, zu benutzen…“ Also nicht die Gehwege

§ 12 (4a) StVO: „Ist das Parken auf dem Gehweg erlaubt, so ist hierzu nur der rechte Gehweg, in Einbahnstraßen der rechte oder linke Gehweg zu benutzen.“ Also ist es generell auf Gehwegen verboten

§ 2 (1) StVO: „Fahrzeuge müssen die Fahrbahn benutzen,…“ nicht die Gehwege

(Quelle: StVO )

Ausnahmen sind durch das Zeichen 315 oder durch Parkflächenmarkierungen gekennzeichnet.

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Langer Vor-Rede kurzer Sinn: ist nichts anderes ausgewiesen, darf NICHT auf dem Gehweg geparkt werden. Korrekterweise werden Motorräder so geparkt:

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korrekt nach StVO geparkt

oder so

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auch korrekt geparkte

Mitmenschen, die ihre Zweiräder wie oben gezeigt abstellen, sind meiner Erfahrung nach absolute Ausnahmen, die Realität sieht so aus:

oder so

oder so

 

Kommen dann noch illegal auf dem Gehweg geparkte PKWs hinzu, wirds richtig eng:

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Oft gibt es ausgewiesene Parkflächen für motorisierte Zweiräder, die eskalieren, ohne, dass es das Ordnungsamt oder gar die Polizei interessieren würden:

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Im Vordergrund legale Parkfläche – im Hintergrund der Wildwuchs
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Wilder Parkplatz in Lauflinie für Fußgänger

Wenn der/die Zu-Fuß-Gehende  Pech hat gesellen, sich auch hier zu den illegal geparkten Zweirädern illegal geparkte PKW:

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Hinter dem schwarzen PKW verbirgt sich der Gehweg, der auch noch durch Querparken eingeengt ist:

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Das Ordnungsamt verfährt auch bei diesem Thema nach dem Motto: wenn sich die oft massiv behinderten FußgängerInnen, RollstuhlfahrerInnen, Menschen mit Kinderwagen, Gepäck etc., nicht massenhaft beschweren, werden sämtliche Augen zugedrückt. Aber wer kann und will sich schon ständig beschweren müssen? Das ist nervenaufreibend, kostet Zeit, und beliebt macht man sich damit auch nicht.

Daher fordert FUSS e.V. zurecht die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung – eigentlich selbstverständlich sollte man meinen.

Der Fußgänger in El Alto, Bolivien, ist gelenkig und hat Sitzfleisch

El Alto

Gastbeitrag von Rita Krattenmacher, aus Bolivien

El Alto (span.: die Höhe) in Bolivien ist eine junge Stadt. 4000 ü.M. auf dem Altiplano breitet sie sich flach wie Pfannkuchen aus, in weiter Ferne Berge, die sich nochmals 1000 Meter in die Höhe schieben.

Überwiegend ist diese Stadt reisbrettartig in Quadrate aufgeteilt, mit Kreisverkehren, großzügig angelegten Spielplätzen und parkähnlichen Fußgängerstreifen in der Mitte der mehrspurigen Hauptverbindungsstraßen, erreichbar über breite Bremsschweller, die als Querungshilfen dienen.

Grünstreifen zwischen Fahrspuren Typ 1
Grünstreifen zwischen Fahrspuren
Grünstreifen zwischen Fahrspuren Ty 2
Grünstreifen zwischen Fahrspuren

 

Bremsschweller finden sich auch vor den Einfahrten zu Kreisverkehren und Vorfahrtsstraßen, vor den Schulen und massenhaft in den Straßen der Wohnviertel. Keine Tempo 30-Schilder, keine Vorfahrt-Beachten-Schilder, keine Achtung-Schulkinder-Queren-Schilder. Die ganze Stadt ist frei von jeglicher Verkehrsbeschilderung!! Die Bremsschweller an den entsprechenden Stellen regeln den Verkehr ohne Kontrolle.

wird noch gestaltet
Straße mit Bremsschweller

 

Gelegentlich gibt es Zebrastreifen, deren Sinn weniger bekannt ist. Noch zeigt das Programm MamaZebra, bei dem Voluntarier aller Herren Länder in Zebrakostümen vor Ort Verkehrserziehung betreiben, keine Auswirkungen.

MamaZebra-Verkehrserziehung in ElAlto
MamaZebra-Verkehrserziehung in El Alto

Einzigartig dürfte auch der Zebrastreifen sein, der nur bis zur Hälfte der Straße angebracht ist.

Fußgängerampeln gibt es in El Alto keine. Der Fußgänger an dicht befahrenen Straßen nutzt zeitgleich mit dem KFZ dessen Kreuzungsampeln oder quert geschickt zwischen dem stauendem Verkehr.

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Die Stadt wird von zwei auf die Autobahn führenden Schnellstraßen durchzogen. Hier gibt es zur Überquerung zweistöckige Fußgängerbrücken, deren Benutzung sportlich ist.

Hauptverkehrsstraße
Hauptverkehrsstraße
Fußgängerbrücke (2)
Fußgängerbrücke
Fußgängerbrücke
Fußgängerbrücke

 

Nicht wenige Fußgänger queren die Schnellstraße ebenerdig, wobei der Sport im Überklettern der hüfthohen Mauer besteht, die die gegenläufigen Fahrspuren trennt. An besonders frequentierten Stellen haben Anwohner das Betonmäuerchen zum leichteren überklettern durchbrochen.

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Der Verkehr auf den Schnellstraßen ist überschaubar, dass die Querung trotzdem nicht jedem gelingt, bezeugen die Kreuze am Straßenrand.

Dank tausender kleiner Läden alle 10 m ist die fußläufige Versorgung des täglichen Bedarfs gesichert. Kleidung, Schuhe, Geschirr, Kosmetik, Gemüse und Obst gibt es auf den vielen Märkten mehrmals pro Woche in allen Vierteln.

Individualverkehr gibt es kaum und autoleer scheinen die Straßen der Wohnviertel. Nur an den Hauptkontenpunkten gibt es Gedränge. Hier stauen sich die Massen von Minibussen und Taxen, die jedes noch so entfernteste Viertel und Dorf anfahren.

Im Übrigen gibt es einen jährlichen TÜV!

Die Minibusse halten, wo der einsteigewillige Fußgänger ihnen zuwinkt und wo der Fahrgast wünscht auszusteigen. Ein Paradies für Gehfaule. Auch kurze Strecken werden bevorzugt im Bus zurück gelegt. Die Busse haben ausklappbare Sitze und Platz für 12 Personen. Möchte ein hinten sitzender Fahrgast aussteigen, so müssen alle vor ihm Platz machen und anschließend wieder in den Bus krabbeln. Eine Prozedur, die auch mal alle paar Meter wiederholt wird, nach dem Motto: „lieber Krabbeln als Gehen.“ Auch die Frauen mit ihren vollgepackten Tragetüchern sind darin sehr geübt. Den wenigen gebrechlichen Personen, die sich in die Minibusse wagen, wird geduldig von den anderen Fahrgästen geholfen.

Viele Schulen werden ebenfalls von Minibussen bedient, und spielende Kinder sind auf der Straße kaum zu sichten. Dabei sind die Wohnstraßen wenig befahren und sichtbehindernde parkende Autos fehlen fast gänzlich. Hier heißt die berechtigte Angst der Eltern „Entführung“, und Kinder werden lange begleitet.

Keine Straße ohne Gehweg. Die anliegenden Hausbesitzer sind nach Gutdünken für den Gehweg verantwortlich. So wechselt dessen Beschaffenheit von blanker Erde zu schönen Pflasterungen oder einfachem Asphalt. Als Abgrenzung zur Straße ist so mancher Bordstein ungewohnt hoch. Gehwegparken daher schwierig. Von großem Nutzen sind die hohen Bordsteinkanten in der Regenzeit, wenn sich die Wassermassen wegen fehlender Kanalisation zu Seen und Bächen entlang der Straßen finden und der Fußgänger zum Weitspringer oder Schwimmer werden muss um auf die andere Straßenseite zu gelangen. Schön anzusehen ist dabei die männliche Jugend, die die Gunst der Stunde nutzend die Liebste auf Händen tragen.

Bei Bedarf dient der Gehweg (genauso wie Teile der Straße) zur Lagerung für Baumaterial und natürlich nutzen ihn die Geschäfte für ihre Auslagen, und die ärmeren der Marktfrauen breiten auf dem Boden sitzend entlang der Hauswände ihre Waren aus. Mit Gehwegradlern ist hier nicht zu rechnen.

Gehwegnutzung (2)
Gehwegnutzung
Gehwegnutzung
Gehwegnutzung

Resüme:

Der fußgesunde, geistig fitte Gehende kann sich in El Alto wohl fühlen. Ist der Gehweg besetzt, so weicht er auf die wenig befahrene, nicht zugeparkte Straße aus. Bei den Verkehrsknotenpunkten schlängelt er sich zwischen den stauenden Fahrzeugen nach belieben durch. Auf die wenigen gebrechlichen Personen im Straßenraum wird von den überwiegend aus Berufsfahrern bestehenden Automobilisten Rücksicht genommen und ein mitten auf der Straße sich sonnender Hund wird geduldig umfahren. Ein Shared Space der funktioniert, weil genügend Platz zum Ausweichen vorhanden ist, weil die Straßen nicht für Schnellfahrer ausgelegt sind und weil Radler, Kinder und Gehbehinderte in größerer Zahl, fehlen. Wer Entfernungen von heran rollenden Fahrzeugen schlecht einschätzen kann (Kinder), auf Gehstock oder Rollstuhl angewiesen ist, der hat es auch hier nicht leicht.

Dass die Stadt bei ihrer Planung Fußgänger und Anwohner im Blick hat, davon zeugen die Bremsschweller und die regelmäßigen, großzügig angelegten Plätze für Fußgänger.

Straßensperrungen für die zahlreich statt findenden Tanzumzüge, nachbarschaftliche „Hocketsen“, Schulfeste und die regelmäßigen Wochenmärkte sind hier Selbstverständlichkeit. Gelassen nehmen es die Autofahrer hin.

Hocketse
Hocketse, wie der Schwabe sagt, oder: gemütliches Beieinandersitzen
Straßenumzug
Straßenumzug

Absolut fortschrittlich ist der nationale Tag des Fußgängers, bei dem ganz Bolivien autofrei ist !