Rechtes Seine-Ufer wird Fußgängerpromenade!

Ach, Paris….von einer Bürgermeisterin und einem Gemeinderat, wie Du sie hast, kann man hier nur träumen!

„Das rechte Seine-Ufer im Zentrum von Paris wird künftig alleine Fußgängern und Radfahrern vorbehalten sein. Der Stadtrat der französischen Hauptstadt stimmte am Montag für die dauerhafte Umwandlung der Verkehrsachse in eine Promenade. Seit dem Sommer war die Straße auf der Höhe vom Louvre bis zum Rathaus für Autos und Motorroller bereits provisorisch gesperrt…..“

Rechtes Seine-Ufer wird Fußgängerpromenade

Jo Bauer zum Thema „Luft“ in den oberen und unteren Schichten

Immer wieder wunderbar zu lesen, die Depeschen von Jo Bauer, DEM Stuttgarter Fußgänger schlechthin. Hier der Beginn der 1670. Depesche vom Dienstag, den 30.08.2016:

Luft

„Wir haben nicht viele Möglichkeiten, die heißen Augusttage in dieser Stadt unversehrt zu überleben. Der Stuttgart-Kessel ist noch schlimmer als sonst mit Autoabgasen und dem Dreck einer vorgetäuschten Verkehrspolitik vergiftet. Das devote Umweltgepupse der Grünen, hin und wieder mit der heißen Luft einer Fahrradpumpe angereichert, taugt für eine Schmierenkomödie. Den Drehbuchstoff liefern die Peinlichkeiten bei der Diskussion über ein Fahrverbot in Stuttgart.

Hier gehts zur ganzen Depesche

Wenn die SSB baut…

Heute wollte ich mal eben von der Werastraße Ende / Olgastraße Anfang kommend runter zum Olgaeck, da über die Kreuzung – die B 27 querend – auf der anderen Seite die Olgastraße weiter. Hatte da schnell etwas zu erledigen. Ich komme an die Kreuzung und stelle fest: es gibt keinen Weg auf die andere Seite – KEINEN. Auf die Bahnsteige übrigens auch nicht.

 

Die SSB hat da eine riesige Baustelle eröffnet. Und schreibt dazu nichts, aber auch gar nichts, auf ihrer Homepage. Also hab ich auch keine Ahnung, wie lange diese Baustelle so bleibt.

Umwege von einem Kilometer sind für Fußgänger kein Klacks, vor allem nicht für solche, die Mobilitätseingeschränkt sind.

Ich für meinen Teil hab umdisponiert und meine Erledigung auf Eis gelegt. Und der SSB geschrieben. Mal schauen was da – wenn überhaupt – als Antwort kommt.

 

 

Nächste Termine der FUSS e.V. – Gruppe Stuttgart

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Bei der Gründungsveranstaltung der FUSS e.V. – Gruppe Stuttgart wurden Folgetermine beschlossen:

Mittwoch, 12.10.2016, 19.30 Uhr

Mittwoch, 07.12.2016, 19.30 Uhr

im Gemeindehaus der Ev. Friedensgemeinde, Schubartstraße 14, 70190 Stuttgart

Der Weg dahin

Wir freuen uns über alle, die etwas zur Verbesserung der Situation für FußgängerInnen beitragen wollen – oder die einfach mal vorbeischauen wollen.

Kontakt zur Gruppe: stuttgart(at)fuss-ev.de

„Baustellensicherung“

Folgende Situation erlebt am 25.07.2016 in der Werstraße Höhe Nummer 14. Zu der dort bereits bestehenden Haus-Baustelle gesellten sich in zweiter Reihe Kanalarbeiten. Insgesamt waren so 1,5 Spuren  der Werastraße den ganzen Tag blockiert. Abgesichert wurde nahezu nichts, der Verkehr regelte sich selbst. Was dazu führte, dass der Gehweg auf dieser Höhe zur 2. Fahrspur wurde. Ohne Absicherung, ohne Rücksicht auf Fußgänger. Auf Anfrage teilten die Kanalarbeiter mit, die Stadt Stuttgart hätte die Arbeiten inklusive der „Absicherungen“ genau so genehmigt.

Der weiße Transporter ist der der Kanalarbeiter und steht. Somit ist nicht einmal mehr 1 Spur der Werastraße richtig frei. Der Verkehr verlagert sich so mit auf den Gehweg.

 

Der LKW war komplett auf dem Gehweg, ich war nur zu langsam….

Alltagsimpressionen auf dem Gehweg

Die folgenden Bilder wurden alle innerhalb eines Tages auf dem Weg zur Arbeit – knapp 1 km – und wieder zurück  – noch mal 1 km – aufgenommen. Wäre es nicht wunderbar, wenn die bereits bestehenden Regeln der Straßenverkehrsordnung eingehalten würden? Aber Polizisten, die solche Verstöße sehr wohl sehen, machen: Nichts.

Und wo die verstärkt laufenden KnöllchenschreiberInnen sein sollen? Ich weiß es nicht.

 

 

Kinderwagen, Rollstuhlfahrer haben einfach mal Pech gehabt….

 

 

 

 

Parklets in Stuttgart – Ein Experiment

Seit gestern sind in Stuttgart sogenannte Parklets aufgetaucht. Sie nehmen einen Teil des öffentlichen Raums, der zum Großteil für den ruhenden Autoverkehr genutzt wird – also: Parkplätze – in Beschlag und gestalten ihn für die Menschen, die in der Stadt leben und zu Fuß, oder per Fahrrad unterwegs sind. Oder schlicht für die Anwohner an den betreffenden Straßen und Plätzen. Das Experiment soll bis zum 16.09.2016 gehen.

Am besten beschrieben ist das Projekt auf der Projekt-Seite selbst:

Was ist ein Parklet?

Ein Parklet ist die Erweiterung des öffentlichen Gehwegs, welche anstelle von Parkpatzflächen mehr Raum für alle Menschen bietet. Es vereint verschiedene Elemente die Entpannung im urbanen Leben bieten wie zum Beispiel Sitzflächen, Bäume, Blumen, Sträucher, Witterungsschutz, Beleuchtung oder Fahrrad-Abstellmöglichkeiten. Es reflektiert, im Idealfall, den einzigartigen Charakter und die Bedürfnisse seiner Umgebung.
Als Stadtmöbelierung kann es eine ästhetische Erweiterung des gesamten Straßenbilds sein. Durch den Verzicht eines festen Fundaments kann es schnell und kostengünstig nachbarschaftliche Gemeinschaft fördern wo sonst schmale Gehwege ein Verweilen unmöglich machen.
Ein Konzept, das in Weltstädten wie San Francisco oder São Paulo bereits erfolgreich getestet wurde. Nun ist Stuttgart an der Reihe!

Eine feine Sache, wie ich finde! Da muss ich mal losziehen und Photos machen.

Die Standorte der Parklets findet man hier.

Wer und was steckt dahinter?  Ein  „Entwurfs- und Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Städtebau-Institut, dem Reallabor für Nachhaltige Mobilitätskultur der Uni Stuttgart und der Stadt Stuttgart“.

Und warum das Ganze? Zitat aus der Projektseite:

Fließender und ruhender Autoverkehr dominiert zu sehr den Straßenraum, man nimmt die Besetzung des öffentlichen Raums als eine Selbstverständlichkeit hin. Öffentlicher Parkraum, Hindernis aber auch Ausgangspunkt für die Fortbewegung im Alltag, ist das Thema für verschiedene Interventionen im städtischen Raum.
In einem abschliessenden Forschungsbericht werden die unterschiedlichen Resultate und Wege wie es dazu gekommen ist, dokumentiert und ausgewertet.

Das wäre jetzt mit CDU-Bürgermeister nicht denkbar gewesen, oder CDU-Verkehrsminister. Muss man zugeben :-)!

Und wer regt sich jetzt  maßlos auf? Die Autofahrer, die sich nicht vorstellen können, dass man in einer Stadt ohne eigenen PKW (plus Parkplatz vor der Haustür natürlich) überhaupt leben kann. Dass man das ohne PKW sogar viel besser kann, das wissen einige schon, vielleicht lernens die Autofahrer auch noch…..