Wenn die SSB baut…

Heute wollte ich mal eben von der Werastraße Ende / Olgastraße Anfang kommend runter zum Olgaeck, da über die Kreuzung – die B 27 querend – auf der anderen Seite die Olgastraße weiter. Hatte da schnell etwas zu erledigen. Ich komme an die Kreuzung und stelle fest: es gibt keinen Weg auf die andere Seite – KEINEN. Auf die Bahnsteige übrigens auch nicht.

 

Die SSB hat da eine riesige Baustelle eröffnet. Und schreibt dazu nichts, aber auch gar nichts, auf ihrer Homepage. Also hab ich auch keine Ahnung, wie lange diese Baustelle so bleibt.

Umwege von einem Kilometer sind für Fußgänger kein Klacks, vor allem nicht für solche, die Mobilitätseingeschränkt sind.

Ich für meinen Teil hab umdisponiert und meine Erledigung auf Eis gelegt. Und der SSB geschrieben. Mal schauen was da – wenn überhaupt – als Antwort kommt.

 

 

„Baustellensicherung“

Folgende Situation erlebt am 25.07.2016 in der Werstraße Höhe Nummer 14. Zu der dort bereits bestehenden Haus-Baustelle gesellten sich in zweiter Reihe Kanalarbeiten. Insgesamt waren so 1,5 Spuren  der Werastraße den ganzen Tag blockiert. Abgesichert wurde nahezu nichts, der Verkehr regelte sich selbst. Was dazu führte, dass der Gehweg auf dieser Höhe zur 2. Fahrspur wurde. Ohne Absicherung, ohne Rücksicht auf Fußgänger. Auf Anfrage teilten die Kanalarbeiter mit, die Stadt Stuttgart hätte die Arbeiten inklusive der „Absicherungen“ genau so genehmigt.

Der weiße Transporter ist der der Kanalarbeiter und steht. Somit ist nicht einmal mehr 1 Spur der Werastraße richtig frei. Der Verkehr verlagert sich so mit auf den Gehweg.

 

Der LKW war komplett auf dem Gehweg, ich war nur zu langsam….

Alltagsimpressionen auf dem Gehweg

Die folgenden Bilder wurden alle innerhalb eines Tages auf dem Weg zur Arbeit – knapp 1 km – und wieder zurück  – noch mal 1 km – aufgenommen. Wäre es nicht wunderbar, wenn die bereits bestehenden Regeln der Straßenverkehrsordnung eingehalten würden? Aber Polizisten, die solche Verstöße sehr wohl sehen, machen: Nichts.

Und wo die verstärkt laufenden KnöllchenschreiberInnen sein sollen? Ich weiß es nicht.

 

 

Kinderwagen, Rollstuhlfahrer haben einfach mal Pech gehabt….

 

 

 

 

Das Parkraummanagement in meiner Umgebung

Seit 1. Juni 2016 wurde unter anderem auch in Stuttgart Mitte das Parkraummanagement eingeführt. Dies bedeutet, es gibt nirgends mehr kostenlose Parkplätze. Anwohner mit Anwohner-Parkausweis für ihr Gebiet dürfen parken sowie Autofahrer ohne Anwohnerparkausweis, sofern sie einen Parkschein gelöst haben. Die Zeiten des kostenlosen Dauerparkens von Autofahrern von auswärts oder aus anderen Stadtteilen sind damit vorbei.

Es ist eine andere (Park-)welt, durch die ich mich morgens und tagsüber nun bewege! Es funktioniert! Mit der Einschränkung: Es funkioniert tagsüber und in dem Gebiet, in dem ich morgens zu Fuß unterwetgs bin – Es wimmelt nur so von Parklücken, wo vorher die PKWs Stoßstange an Stoßstange – auch um sämtliche Kurven – standen. Es ist Platz und Luft auch für Radfahrer, Füßgänger, Kinderwägen und Rollstuhfahrer! Es ist eine völlig andere Geh-Atmosphäre. Jetzt merke ich noch mehr, wie unwohl ich mich zwischen diesen eng geparkten PKWs gefühlt habe als Fußgängerin.

Ein paar Beispielbilder:

 

 

Und, meine Lieblingskreuzung am Urbansplatz, ist nicht mehr wiederzuerkennen:

 

Zur Erinnerung, das sah dort früher so aus:

 

Mein Fazit für die in den Bildern gezeigten Wera- und Urbanstraße: Das Parkraummanagement funktioniert  – Anwohner finden tagsüber zumindest freie Parkplätze – und: Es trägt bei zu einem deutlich besseren Klima  für ALLE Verkehrsteilnehmer, auch für FußgängerInnen. Von der Sicherheit, dank besserer Sicht mal ganz abgesehen!

Wie es in anderen Stadtgebieten funktioniert – oder eben nicht – hängt sehr davon ab, ob die Straßenzüge mehrheitlich von Auswärtigen genutzt wurden oder ob sich mehr Anwohner den Parkraum teilen müssen. Dort, wo mehr Anwohner  die Parkplätze nutzen, ergibt sich ein anderes Bild, vor allem Nachts. Da kommen die, die nach Auswärts pendeln, nach Hause und finden nach wie vor oft keinen legalen Parkplatz. Auf der Seite der BI Neckartor ist dazu ein guter Artikel erschienen:

Parkraummanagement: Eine Bilanz

Unterm Strich bleibt es bei der für mich immer gleichen Frage: Braucht man wirklich ein eigenes Auto, wenn man mitten in der Stadt lebt?

Montag, 18.01.2016 – Fußgänger“glück“pur!

Von der Ecke Friedenstraße / Landhausstraße über die Urbanstraße zur Moserstraße, 900 Meter Fußweg – das pure Vergnügen!

Übliches Zuparken der kleinen Straße, die von der Werastraße in die Friedenstraße abzweigt unter Miteinbeziehung der Verkehrsinsel – hinter der versteckt sich ein Zebrastreifen, wichtig für Grundschüler, die in die Ostheimer Schule gehen. An guten Tagen haben da noch deutlich mehr PKWs Platz. Der 2. Wagen auf der Verkehrsinsel ist schon weg, da war ich zu spät dran….

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Weiter geht es die Landhausstraße runter – Gewehgparken ist einfach schön:

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In der Urbanstraße auf den Urbansplatz zugehend. Mit Kinderwagen, Taschen oder gar Rolli hilft spätestens beim 2. Bild nur noch das Ausweichen auf die Straße:

 

Wir nähern uns dem alsoluten Highlight – dem Urbansplatz. Die junge Frau mit Kinderwagen zeigt wunderbar, wie unmöglich es ist, am Urbansplatz die Urbanstraße in gerader Richtung zu queren.

 

Sämtliche Kurven sind hier komplett zugeparkt, für Fußgänger ist ein Auf-die-andere-Seite-Kommen  – vor allem, wenn man in die Moserstraße möchte – nicht vorgesehen (wer Richtung Innenstadt will, geht von Anfang an besser auf der rechten Seite der Urbanstraße):

 

Hat mans bis hierher geschafft, ohne überfahren zu werden, geht es gewohnt mit Gehwegparken weiter – so macht Zu-Fuß-Gehen wahrhaft Freude!

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Wie gesagt, all das auf 900 Metern!

 

Freitag,15.01.2016 – Kurzes Glück

Ein Hauch von Wien – einen interessanten Artikel zu Wiens Verkehrsplanung gibts hier – auf der kurzen Strecke zwischen Ostendplatz und Leo-Vetter-Bad:

Fahren dürfen Busse und Bahnen, PKWs nur stark eingeschränkt, breite Gehwege. Ein Traum – wobei auch hier ein PKW-Fahrer offenbar meint (links im Bild), „..der Geweg ist doch breit genug, da kann ich mich  draufstellen“….da passiert ihm aber sicher nichts, KnöllchenverteilerInnen sieht man in Stuttgart selten.

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Donnerstag, 14.01.2016

Auf dem Weg von der Ecke Wera-/Landhausstraße runter zum Stöckach, rund um den Stöckach und zurück. Kleine Strecke, alles innerhalb einer Stunde aufgenommen:

Ist der Wagen zu lang – nimm den Gehweg dazu. Die Dame kann ja auf der Straße gehen…

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Laut Straßenverkehrsordnung gehören parkende Motorräder auf die Straße, nicht auf den Gehweg.

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Grundätzlich wird immer alles auf dem Gehweg abgestellt – Baustellenschilder, Mülltonnen, etc. – Warum eigentlich nicht auf der Straße?

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Hinter dem Motorrad, da wo die Ums-Eck-Parker stehen, würde man als Fußgänger gerne gut sichtbar für den Straßenverkehr die Straße queren können…. Ums-Eck-Parken – hab ich mal in der Fahrschule gelernt – ist eigentlich nicht gestattet.

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